Alternative Energie schafft Arbeitsplätze

Gegen Kohlesubventionen

Das Umweltbundesamt (UBA) fordert einen deutlich schnelleren Abbau der Steinkohlesubventionen, als es die Spitzen der rot-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen Anfang der Woche beschlossen haben. Das würde "die Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und zudem ökologisch positive Wirkungen erbringen", zitiert DIE ZEIT eine noch unveröffentlichte UBA-Studie. Mit immerhin 9.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen sei zu rechnen, wenn statt des Kohleabbaus die Wärmeerzeugung aus Sonnenenergie und Biomasse gefördert würde.

Beide Varianten brächten außerdem eine deutliche Verminderung der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen mit sich.

"Der Beschäftigungsrückgang im Kohlebergbau wird durch die Impulse für die Bauwirtschaft mehr als kompensiert", so das Umweltbundesamt. Die Umschichtung der Subventionen sei deshalb "sowohl ökonomisch als auch ökologisch lohnend". Nur wenn die eingesparten Subventionen zur Haushaltskonsolidierung verwendet würden, sinke laut UBA die Zahl der Erwerbstätigen "geringfügig", so die ZEIT. Die Subventionierung des Steinkohlebergbaus sei "ein Auslaufmodell", heißt es nach Angaben der ZEIT in der Expertise.

Um ihre Koalitionskrise beizulegen, hatten sich SPD und Grüne in Düsseldorf darauf verständigt, die Kohle über das Jahr 2010 hinaus zu stützen. Laut UBA entstünden zusätzlich 30.000 Arbeitsplätze, wenn die Kohlesubventionen 2010 beendet und die für 2005 bereits vereinbarten Mittel in Höhe von 2,7 Milliarden Euro zugunsten der energiesparenden Sanierung des Altbaubestandes umgeschichtet würden.