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Luftverschmutzung macht Kinder krank

Straßenverkehr

Nachdem bisher hautpsächlich davon ausgegangen wurde, dass der Straßenverkehr schon vorhandene Krankheiten wie Asthma, allergische Nasenschleimhautentzündung (Rhinitis) und trockenen Husten "nur" verschlimmert, haben Wissenschaftler jetzt nachgewiesen, dass diese Erkrankungen auch direkt durch verkehrsbedingte Verschmutzung verursacht sein können. Ein entsprechendes Ergebnis erbrachten zwei unabhängige Studien, die mit insgesamt 315.000 Kindern in Deutschland und Thailand durchgeführt wurden.

Das thailändische Team identifizierte eine klare Verbindung zwischen Kohlenmonixid und Stickstoffoxiden der Umgebungsluft einerseits und dem übermäßigen Anstieg von medizinisch diagnostizierter allergischer Rhinitis andererseits, berichtet der Deutsche Naturschutzring (DNR). Schwefeldioxid oder Rußpartikel könnten hier zwar nicht als Auslöser von Neuerkrankungen festgestellt werden, spielten aber eine deutliche Rolle als Auslöser von Attacken bei bereits anfälligen Kindern.

Das deutsche Team untersuchte insgesamt 1.800 Straßenabschnitte in München mit mindestens 4.000 Fahrzeugen pro Tag. Die Verkehrsdichte wurde mit dem Gesundheitszustand von rund 4.000 Kindern zwischen 5 und 11 Jahren in Beziehung gesetzt, die in einem 50-Meter-Radius bzw. im Abstand von 50-300 Metern von diesen Straßensegmenten leben. Dabei kam heraus, dass Kinder, die in 50 Meter Entfernung von einer stark befahrenen Straße leben, ein zweimal höheres Risiko haben, an Asthma zu erkranken, als der allgemeine Durchschnitt. Die Werte für allergische Reaktionen und Husten seien weniger deutlich, aber dennoch erhöht (zwischen 17 und 56 %), besonders bei Kindern, die zusätzlich Tabakqualm ausgesetzt seien.

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