NABU begrüßt Pläne zur Renaturierung der Havel

Hochwasserschutz

Der Naturschutzbund NABU hat die Pläne von Bundesumweltminister Jürgen Trittin zur Renaturierung der Unteren Havel durchweg begrüßt. "Schon während der Elbeflut vor einem Jahr wurde deutlich, dass an der Unteren Havel ein enormes ökologisches Potenzial vorhanden ist", sagte NABU-Vizepräsident Christian Unselt. Elementar für die Entwicklung natürlicher Strukturen in der Havel sei die Zurückstufung des Flusses in der Wasserstraßenklassifizierung, zu der sich der Bundesumweltminister klar bekannt habe und wie es die Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung vorsehe.

Der NABU engagiert sich seit über zehn Jahren für die Erhaltung des größten Binnenland-Feuchtgebietes in Mittel-Europa und hofft, zukünftig im Rahmen eines Projektes die Renaturierung der Havel umsetzen zu können. "Die Havel könnte als konkretes Beispiel für "Lebendige Flüsse" mit einem funktionierenden ökologischen Hochwasserschutz entwickelt werden", so Unselt. Der NABU begrüße besonders auch die Aussagen Trittins zum Ende intensiv genutzter Ackerflächen in Überflutungsgebieten.