Junge Ausländer sind "Bildungsverlierer"

Studie

Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger ist einer Studie zufolge "alarmierend" hoch. Eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung der Bertelsmann Stiftung in zwölf Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens und Schleswig-Holsteins ergab, dass etwa doppelt so viele Ausländer arbeitslos sind wie im Durchschnitt der Bevölkerung. Die Sozialhilfequote ist danach sogar häufig drei Mal so hoch wie unter den Sozialhilfeempfängern insgesamt. Die Stiftung erhob die Daten unter anderem in Arnsberg, Coesfeld, Dortmund, Soest sowie in Celle und dem Kreis Pinneberg.

Entsprechend niedrig sei die Erwerbstätigen-Quote unter Ausländern, hieß es. In einigen Städten gehöre nur etwa ein Drittel zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Dagegen treffe dies auf die Hälfte der Gesamtbevölkerung zu. Die gravierendsten Zahlen wurden in Dortmund erhoben: Hier waren nur 29 Prozent der ausländischen Bevölkerung im erwerbstätigen Alter sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Grund für die alarmierenden Zahlen ist nach Erkenntnissen der Stiftung die schlechte Bildung und Ausbildung von Zuwanderern. In Deutschland gehörten insbesondere junge Migranten zu den "Bildungsverlierern".