Schüler stehen Benehmens-Unterricht gespalten gegenüber

"Benimm-Bausteine" im Saarland

Ab dem nächsten Schuljahr kommen Schüler aus dem Saarland in den Genuss von "Benimm-Bausteinen", die ihnen nach Ansicht der Initiatoren Anstand und Benehmen beibringen sollen. zedTM, die mit über fünf Millionen Nutzern größte SMS-Jugend-Community in Deutschland, hat nun 10.000 User per SMS aufgefordert, ihre Meinung zur Einführung von Benimmkursen abzugeben. Das Ergebnis falle knapp aus: 49 Prozent der Antworten seien eindeutig für den "Schul-Knigge", so das Ergebnis.

Dabei befürworteten die Jugendlichen einen solchen Schritt, da aus ihrer Sicht viele Schüler "keinen Anstand und Respekt mehr" hätten. "Eigentlich sollte das die Aufgabe der Eltern sein", so der Tenor einiger Befürworter, "aber die scheinen ihren Pflichten nicht mehr nachzukommen". Außerdem könne man "diese Dinge für sein weiteres Leben, sprich die Zukunft, immer gebrauchen".

43 Prozent der Befragten seien gegen das Lernen von Benimmregeln in der Schule. Sie fänden, dass sich "darum die Eltern kümmern" sollen und ein solches Unterrichtsfach in der Schule nichts verloren hätte. Überdies würde dann Zeit "für wichtigen Lernstoff fehlen". Für manche der Befragten machen Benimmregeln in der Schule grundsätzlich keinen Sinn, denn "so lange man jung ist, sollte man sich austoben dürfen" und nicht so "lächerliche" Regeln befolgen müssen.