Bundesverband des Großhandels bestreitet Gefährdung durch Pestizide

Belastetes Obst

Der Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) hat die von der Umweltorganisation Greenpeace befürchtete Gesundheitsgefährung durch erhöhte Pestizidwerte in Obst bestritten. Greenpeace versuche mit einer "bereits hinlänglich bekannten Masche aus Halbwahrheiten und pseudo-wissenschaftlichen Behauptungen einmal mehr auf sich aufmerksam zu machen." Und "obwohl die Vorwürfe unhaltbar sind - einzelne Mitglieder der Bundesregierung dabei unkritisch assistieren.", so Anton Börner, Präsident des (BGA). Greenpeace hatte in einer Untersuchung festgestellt, dass allein in Rund ein Viertel der Trauben in den großen Supermarktketten die Grenzwerte für Pestizid-Rückstände erreicht oder überschreitet.

Pestizide waren auch bei einzelnen Proben von Salat, Mango, Kiwi, Zucchini und Chili-Gewürzpulver gefunden worden. Obst und Gemüse aus Mittelmeerländern war dabei meist deutlich stärker belastet gewesen als holländische oder deutsche Ware.

Nach Ansicht des BGA geben die von Greenpeace veröffentlichten Analyseresultate keinen Anlass, Gesundheitsrisiken oder gar eine "Pestizidverseuchung" zu vermuten. "Seit Jahren hat sich die Qualität unserer Nahrungsmittel stetig verbessert. Für unsere Unternehmen steht die Sicherheit des Verbrauchers an erster Stelle.", erklärt Börner. Der Sicherheitsstandard leiße sich aber noch weiter steigern, wenn die Politik sich auf eine EU-weite Harmonisierung der Rückstands-Höchstmengen verständigen würde.