Jusos fordern Abgabe für ausbildungsunwillige Betriebe

Noch nicht durchgesetzt

Der SPD-Nachwuchs beharrt auf der raschen Einführung einer Abgabe für ausbildungsunwillige Betriebe. Juso-Chef Niels Annen erinnerte am Montag in Berlin daran, dass die SPD auf ihrem Parteitag am 1. Juni den eindeutigen Beschluss gefasst habe, eine gesetzliche Regelung zu treffen, falls von der Wirtschaft bis zum 30. September nicht genügend Ausbildungsplätze angeboten würden. "Gegenwärtig sind 220 000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz", sagte der Vorsitzende der Jungsozialisten in der SPD weiter. Deshalb sei ein Verschieben der Ausbildungsplatzabgabe "völlig inakzeptabel".

Die Bundesregierung hatte in den vergangenen Wochen angedeutet, mit möglichen Zwangsmaßnahmen bis Jahresende warten zu wollen. Die Jusos schlagen einen Ausbildungsplatzumlagefonds vor, der ? regional gegliedert - Einzug und Auszahlung der Abgabe organisiert. Als Richtwert wird eine Ausbildungsquote von fünf Prozent der Gesamtbeschäftigtenzahl in Deutschland angenommen. Der Richtwert solle nach den Worten Annens jährlich neu im Berufsbildungsbericht der Bundesregierung berechnet werden.