Munition in ehemaliger Atomanlage gefunden

Skandalfirma Nukem

Auf dem Gelände des ehemaligen Brennelementewerkes von Nukem in Hanau sind bei Sanierungsarbeiten konventionelle Munition und eine Kunststoffflasche mit kontaminiertem Graphit gefunden worden. Das Graphit sei mit den strahlenden Elementen Uran und Thorium belastet, teilte das Wiesbadener Umweltministerium am Freitag mit. Zur Stärke der Strahlung sowie über die Menge und Herkunft der Munition machte das Ministerium keine Angaben.

Eine Sprecherin sagte, der Inhalt der Flasche könne erst bewertet werden, wenn Analyseergebnisse vorlägen. Bis dahin seien die Sanierungsarbeiten auf dem betroffenen Areal eingestellt.

Nukem war berüchtigt für Störfälle, die teilweise erst Jahrzehnte später zugegeben wurden.