Erneuter Gerichts-Erfolg für Bombodrom-Gegner

Obwohl klagende Gemeinde außerhalb liegt

Die Gegner des Bombenabwurfplatzes bei Wittstock haben vor dem Potsdamer Verwaltungsgericht einen weiteren Erfolg erstritten. Das Gericht erließ am Donnerstag eine erneute einstweilige Anordnung gegen das "Bombodrom" in der Kyritz-Ruppiner-Heide im Nordwesten Brandenburgs, wie die Anwälte Reiner Geulen und Remo Klinger in Berlin mitteilten. Es sei damit der Klage der Gemeinde Lärz in Mecklenburg-Vorpommern gefolgt. Die Kommune hatte sich gegen die Lärmbelästigung für die Bewohner gewandt. Sie überschreite wegen der großen Zahl von Tiefflügen in nur bis zu 150 Meter Höhe die Grenze der Gesundheitsgefährdung.

Geulen und Klinger sehen die Bedeutung des Beschlusses darin, dass Lärz vor Gericht gesiegt hat, obwohl die Gemeinde außerhalb des Areals liegt. Dies bedeute, dass die Bundeswehr grundsätzlich gehindert sei, das Bombodrom zu nutzen. Erst vor knapp einer Woche hatte das Verwaltungsgericht entschieden, dass eine Klage der Gemeinde Schweinrich gegen die militärische Nutzung des Geländes aufschiebende Wirkung hat. Bei dem Gericht waren insgesamt 14 Klagen gegen die geplante Inbetriebnahme des Bombenabwurfplatzes eingereicht worden. Zudem hatten die "Bombodrom"-Gegner und betroffene Kommunen Anträge auf einstweilige Anordnung gegen die sofortige Aufnahme des Betriebs gestellt.