Anwalt spendiert Fahrkarte zu "BigBrotherAwards" für Berliner Innensenator

Datenschutz-Negativ-Preis

Aus Kostengründen will der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) nicht an der Verleihung der diesjährigen "BigBrotherAwards" teilnehmen. Ihm soll im Rahmen einer Feierstunde am 24. Oktober in Bielefeld mit dem "BigBrotherAward" einer der diesjährigen Negativ-Preise für "Datenkraken" verliehen werden, berichtet die "Berliner Morgenpost". Um die Teilnahme des Berliner Innensenators an dem Festakt dennoch zu ermöglichen, hat nun der Berliner Rechtsanwalt Fredrik Roggan angeboten, die Reisekosten für Herrn Körting zu übernehmen.

Roggan ist Mitglied im Bundesvorstand der Humanistischen Union, die die "BigBrotherAwards" mit veranstaltet. Das Büro des Innensenators ließ verlauten, dass Berlin ein "armes Land" sei und er "aus Kostengründen" nicht nach Bielefeld fahren könne. Er werde schriftlich zu dem BigBrotherAward Stellung nehmen. Die Veranstalter der Big Brother Awards würden den Preis jedoch gerne dem Innensenator persönlich überreichen. Es lag ihnen deshalb daran, die Anwesenheit des Preisträgers nicht an den Reisekosten scheitern zu lassen.