Walt Disney soll für Umweltschäden durch Trickfilm aufkommen

"Findet Nemo"

Die Hamburger Umweltorganisation Rettet den Regenwald fordert von Walt Disney, für die Schäden aufzukommen, die der Unterwasser-Trickfilm "Findet Nemo" in dem südpazifischen Inselstaat Vanuatu angerichtet hat. Nach Angaben der Organisation hat der Sprecher der Tourismusindustrie auf Vanuatu, Peter Whitelaw im australischen Rundfunk bestätigt, dass die Nachfrage nach Arten wie dem Clownfisch Nemo sprunghaft zugenommen habe, seit der Ozean-Abenteuerfilm in den US-Kinos läuft.

"Bis der Medienkonzern den angerichteten Schaden behoben hat, muss der Film ausgesetzt werden und darf bei uns gar nicht erst anlaufen", so der Vorsitzende von Rettet den Regenwald, Reinhard Behrend. "Wir haben unsere Unterstützer aufgerufen, bei Walt Disney gegen die Folgen des Films entschieden zu protestieren." In Deutschland soll "Findet Nemo" am 20. November in die Kinos kommen.

Die kleine Republik Vanuatu besteht fast ausschließlich aus Vulkaninseln, die von Korallenriffen umlagert sind. Diese hochsensiblen Ökosysteme werden häufig als die Regenwälder der Meere bezeichnet. Sie seien wichtiger Lebensraum für meist sehr farbenprächtige Tropenfische, von denen einige Arten bereits von Ausrottung bedroht wären.