Nigeria geht gegen Online-Betrüger vor

Scams

Nigeria sagt den Scams aus dem eigenen Land den Kampf an. Die Online-Betrüger aus dem afrikanischen Land gingen seit Jahren mit der selben Masche vor: In weltweit verbreiteten E-Mails würden User um Kredite oder sonstige finanziellen Transaktionen ersucht. Dafür werden exorbitante Rückzahlungsraten beziehungsweise Gewinne in Aussicht gestellt. Präsident Olusegun Obasanjo hat ein Komitee ins Leben gerufen, das sich den "419 Scams" widmen soll. Dem Komitee gehören unter anderem der nationale Sicherheitsberater und die Minister für Justiz und Technologie an.

In den vergangenen 15 bis 20 Jahren seien hunderttausende Leute in Nigeria und weltweit von den Online-Betrügern auf diese Art und Weise angemailt worden, gab Obasanjo eine zahlenmäßig stark untertreibende Darstellung der Scams zum Besten.

Nunmehr wolle die Regierung Maßnahmen gegen die Online-Betrüger ergreifen, die das Image des Landes international beeinträchtigt hätten, sagte Obasanjo. Das Komitee solle unter anderem die bestehenden Gesetze evaluieren, allenfalls die Einführung neuer Gesetze überprüfen und gegebenenfalls eine eigene Agentur zum Online-Betrug einrichten. Obasanja betonte, dass seine Regierung die Fortschritte würdige, die sein Land und die Bevölkerung im Gebrauch von Computer und Informations-Technologie gemacht haben. Das Komitee müsse aber sicherstellen, dass diese Fortschritte nicht zum Boomerang werden und die User frustrieren.