Protest gegen Schließung der Agrarfakultät der Humboldt-Universität

Sparkurs in Berlin

Am 15.10.03 hat das Präsidium der Humboldt-Universität (HU) "Eckpunkte der Strukturplanung" verabschiedet: Danach muss die Uni bis 2009 30 Millionen Euro einsparen. Dies bedeutet die Reduzierung um 90 Professuren, 180 Stellen wissenschaftlichen und 160 Stellen nichtwissenschaftlichen Personals sowie 100 Stellen im Servicebereich und der Verwaltung. Das entspricht 19 Prozent aller Stellen der HU. Deshalb sollen die Studienplätze um 3000 auf 13000 reduziert und die Fakultät für Landwirtschaft und Gartenbau geschlossen werden.

Der Rahmenstrukturplan ist im vom Akademischen Senat am 28.10.03 zur weiteren Beratung an die Kommissionen und Fakultäten verwiesen worden. Eine Beschlussfassung im Akademischen Senat ist für den 09.12.03 vorgesehen. Am 27.04.04 erfolgt die Diskussion im Kuratorium, am 27.4.03 der Beschluss im Akademischen Senat und am 04.06.04 der Beschluss im Kuratorium.

Bevor es zu spät ist, rufen Studierende und Unterstützer zu Protesten gegen die Fakultätsschließung auf. Immerhin sei sie die erste deutsche Agrarfakultät mit positiver Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen 2000 in Deutschland und habe den stärksten Anstieg der Einschreibungen unter allen deutschen Agrarfakultäten. Studien in Fischwirtschaft und Aquakultur werde es nach einer Schließung nirgendwo in Deutschland mehr geben, ebenso wie das Lehramt für Land- und Gartenbauwissenschaft.

Protest-Schreiben bitten die Aufrufer an: den Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin, Herrn Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Unter den Linden 6, 10099 Berlin zu richten, e-mail: praesident @ uv.hu-berlin.de. Sowie an die Vorsitzende des Kuratoriums der Humboldt-Universität zu Berlin, Frau Prof. Dr. Evelies Mayer, Technische Universität Darmstadt, Institut für Soziologie, Hochschulstraße 6, 64289 Darmstadt, E-Mail : mayer @ ifs.tu-darmstadt.de und den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Herrn Klaus Wowereit, Jüdenstraße 1, 10173 Berlin sowie die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Senator Dr. Thomas Flierl, Brunnenstrasse 188 - 190, 10119 Berlin und die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Senator Harald Wolf, Martin-Luther-Str. 105, 10820 Berlin.