Waldschäden nehmen zu

Ozon und Hitze

Der deutsche Wald steht unter Stress. "Luftschadstoffe wie Stickoxide und Ozon auf der einen Seite und Trockenheit und Hitze auf der anderen setzen unseren Wäldern erheblich zu", sagte DNR-Präsident Hubert Weinzierl. Kurz vor der offiziellen Vorstellung der Waldschadensstatistik durch die Bundesregierung legte der Deutsche Naturschutzring (DNR) die Daten für das Jahr 2003 vor. Demnach geht der Anteil gesunder Wälder von 39 Prozent im vergangenen Jahr auf jetzt 35 Prozent deutlich zurück. Die Flächen mit deutlichen Schäden nehmen von 19 Prozent im Jahre 2002 auf 21 Prozent zu.

"Im nächsten Jahr dürften sich die Dürre und Hitze des Spätsommers bei der Schadenserhebung noch deutlicher bemerkbar machen, da die Datenerhebung erfolgte, als die Böden gerade noch ausreichend mit Wasser versorgt waren", so Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär. Insbesondere bestehe die Gefahr größerer Borkenkäferschäden in den geschwächten Fichtenbeständen.

Stickstoffemissionen aus dem nach wie vor wachsenden Verkehr und durch Dünger und Gülle aus der Landwirtschaft setzt sowohl den den Waldböden als auch der Artenvielfalt massiv zu. In den letzten Jahrzehnten habe sich der Säuregehalt in den Waldböden verhundertfacht. Die Feinwurzeln der Bäume sterben ab. Der Wald könne keine Schadstoffe mehr aus dem Wasser herausfiltern. Giftige Stoffe wie Aluminium, Mangan und Nitrat gelangten ins Grundwasser und beeinträchtigen unser es damit.