Atomkraftgegner blockieren Atomlager Ahaus

Atomenergie

Seit den frühen Morgenstunden des Mittwochs blockieren Atomkraftgegner das Haupttor des atomaren "Zwischen"-Lagers in Ahaus. Mit dieser Aktion protestieren sie gegen die Pläne der Bundesregierung, im 2. Halbjahr 2004 erneut hochradioaktiven Atommüll in der Leichtbauhalle in Ahaus einzulagern. Der Atommüll soll in 18 CASTOR-Behältern aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden durch bis zu sechs Bundesländer transportiert werden. Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und das Münsteraner Bündnis "Stoppt Atomtransporte!!" solidarisiert sich mit der Aktion und unterstützt die Proteste gegen das Atomlager.

Es gibt keine gesicherte Entsorgung für den hochgefährlichen Atommüll. Ein Transport von Dresden nach Ahaus täuscht nur eine gesicherte Entsorgung vor und bietet keinerlei Lösung. Stattdessen ist der Transport über viele Hundert Kilometer eine neue Gefahrenquelle.

Die Organisatoren rufen deshalb zu entschiedenen Protesten gegen dieses neue Beispiel rot-grüner "Ausstiegs"-Politik auf. Die heutige Aktion sei nur ein Anfang. Deshalb rufen sie zur Teilnahme am Sonntagsspaziergang vor dem Atomlager in Ahaus-Ammeln auf. Der traditionelle Protestspaziergang findet am nächsten Sonntag, 21. Dezember, um 14 Uhr statt.

Weil es für die Lagerung von Atommüll keine sichere Lösung gibt, fordern die Demonstranten weiterhin die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Die Produktion von Atommüll müsse sofort eingestellt werden, da niemand in der Lage sei, den Atommüll über mehr als 10 000 Jahre sicher einzuschließen und zu bewachen. Die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen ende nicht bei den nächsten Wahlen.