AKW Isar 1 extrem anfällig gegen Terroranschläge

Geheimbericht

Seit fast einem Jahr liegen dem Bundesumweltminister und seinen Länderkollegen die Berichte: "Schutz der deutschen Kernkraftwerke vor dem Hintergrund der terroristischen Anschläge in den USA vom 11. September 2001" sowie "Schadensszenarien und erwartete Ergebnisse für einzelne Anlagen in Deutschland" vor. Sie werden geheim gehalten, um angeblich Terroristen keine Hinweise zu geben. Man müsse allerdings annehmen, daß das wahre Geheimhaltungsmotiv sei, dass man der Bevölkerung nicht die Wahrheit über die ungeheuren Gefahren sagen will, vermutet die Energiewende atomkraftfreies Schwaben e.V. Denn nach den Aussagen dieses Geheimberichts sind einige deutsche AKWs bei Terroranschlägen extrem gefährlich.

Nachdem seit dem 11.9.2001 viel Zeit vergangen ist, die Zuständigkeit nur zwischen Länderministern und Bundesminister skandalös verantwortungslos hin und her geschoben wurde, will die Initiative das Kartell des Schweigens aufbrechen und der Bevölkerung sagen, was allen droht.

Das AKW Isar 1 aus dem Jahr 1977 könne schon durch den Absturz einer beliebigen Passagiermaschine aufgerissen werden. Beim großflächigen Versagen des Sicherheitsbehälters müßten dann nach früheren Angaben (Radionuklidfreisetzung bei verschiedenen Unfallabläufen nach Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke, Phase B, 1990) wohl Landkreise und Städte in mehr als 1.000 Quadratkilometern evakuiert werden.

Das AKW Gundremmingen mit den beiden aus dem Jahre 1984 stammenden Blöcken B und C soll sicherer sein. Viele Anschlagsszenarien wurden "durchgespielt". Laut Geheimbericht würde nur der Lastfall AVN zur Katastrophe führen. AVN bedeutet, daß ein Jumbojet oder ein vergleichbarer Airbus mit mehr als 630 km/h einen Reaktor träfe.

Die Initiative fordert: "Herr Trittin, Herr Schnappauf, Herr Müller handeln sie endlich! Die Atomkraftwerke in unserer Nachbarschaft sind Technikminen, deren Zündung durch Terroristen zu unglaublichen Verseuchungen vieler Landkreise und Städte führen würden."