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Geflügelpest-Virus könnte zu Epidemie bei Menschen führen

Asien

In Vietnam, Südkorea und Japan wütet derzeit die Geflügelpest. Vor einem Jahr war in den Niederlanden, Belgien und Deutschland die Hühnerpest ausgebrochen. Damals wurden 25 Millionen Stück Federvieh getötet. Bisher war die Geflügelpest für den Menschen kaum gefährlich. Jedoch scheint der in Vietnam aufgetretene Virus H5N1 in eine für den Menschen tödliche Form mutiert zu sein. Die vor einem Jahr in den Niederlanden, Belgien und Deutschland aufgetretene Seuche wurde von dem Virus H7N7 ausgelöst.

Berücksichtigt man, dass alle neuen Infektionskrankheiten der letzten 20 Jahre aus dem Bereich der Tiere kamen, stellt sich die Frage "inwieweit die auftretenden Probleme durch Massentierhaltung und Entnahme von Wildtieren aus ihrer angestammten Umgebung hausgemacht sind", so Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk, München. Das Deutsche Tierhilfswerk ist mit 230.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

In Vietnam wurden bereits zehn Millionen Hühner vorsorglich geschlachtet. Der Schaden in Vietnam, ein Land in dem Tourismus eine wichtige Einnahmenquelle darstellt, geht in die Millionen. Auch in Taiwan wurden ca. 50 000 Tiere getötet. Obwohl der in Taiwan entdeckte Erreger H5N2 weit weniger aggressiv ist, als der in Vietnam grassierende Virus H5N1.

Der in Vietnam aufgetretene Virus ist eine besonders schwere Form der Vogelgrippe, der vor allem Hühner und Puten befällt. Für die erkrankten Tiere endet die Krankheit zu 80-100% tödlich. Wildvögel können ebenfalls von dem Virus erfasst werden. Die Übertragungswege laufen von Tier zu Tier oder über den Kot, können jedoch auch über die Luft stattfinden.

Bis zum Ausbruch der Krankheit kann es vierzehn Tage dauern. Das infizierte Geflügel kann auf der Stelle tot umfallen, oder es tritt hohes Fieber auf, der Kamm und der Kehllappen färben sich schwarz, Atemwegsprobleme stellen sich ein und eine verminderte Legeleistung stellt sich ein.