Unfall in ehemaliger Atomfabrik Hanau

Verseuchte Erde aus Fässern ausgetreten

Bei einem Unfall auf dem Gelände des ehemaligen Brennelementewerks von Nukem in Hanau ist nach Angaben des hessischen Umweltministeriums aus vier Fässern leicht strahlende Erde ausgetreten. Der Bereich sei sofort abgesperrt und das Bodenmaterial, abgeschirmt in einem provisorischen Zelt, in die Fässer zurück verfüllt worden, teilte das Ministerium am Freitag in Wiesbaden mit. Proben der Raumluft im Zelt hätten keine erhöhten Strahlungswerte ergeben.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben des Ministeriums, als ein Gabelstaplerfahrer eine Palette umwarf, auf der sich Abfallfässer mit dem Bodenmaterial befanden. Dabei hätten sich die Spanndeckel von vier Fässern geöffnet, hieß es. Eine endgültige atomrechtliche Bewertung des Vorfalls stehe noch aus. Sie erfolge nach der Vorlage eines Gutachterberichts.

Die ehemaligen Atom-Anlagen in Hanau befinden sich seit mehreren Jahren im Rückbau. Wegen Sicherheitsmängeln war die Brennelemente-Produktion Ende der 80er Jahre auf Anweisung der hessischen Landesregierung gestoppt worden.