Bundesregierung will Pfand auf Getränkeverpackungen erweitern

Pfand

Jährlich etwa 2,3 Milliarden bisher pfandfrei erhältliche Getränkeverpackungen werden nach den Plänen der Bundesregierung zur Änderung der Verpackungsverordnung demnächst mit einem Pfandzuschlag von mindestens 25 Cent belegt, schätzt die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) in einer soeben abgeschlossenen Untersuchung. Danach unterliegen nach dem Regierungsentwurf künftig auch sämtliche Fruchtsäfte, Eistees, Sportgetränke sowie ein Teil der Milch- und Alkoholmischgetränke in Glasflaschen, Kunststoffbechern und -flaschen der Pfandpflicht. Trotz der angekündigten Pfandbefreiung von Getränkekartons würden Verpackungen mit insgesamt rund 1,3 Milliarden Liter Getränkeinhalt pro Jahr zusätzlich pfandpflichtig, so die GVM. Die Einführung des Pfands wird noch im Bundesrat entschieden.

Der GVM-Bericht wurde im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) erstellt, die Unternehmen des Handels und der Konsumgüterindustrie vertritt, darunter führende Hersteller und Vertreiber von Getränken in Mehrweg- und Einwegverpackungen.