Malteser verbessern Gesundheitheitswesen und Bildung in Bam

Nach dem Erdbeben im Iran

Mit einem Hilfsprogramm im Wert von zunächst 400.000 Euro beteiligen sich die Malteser nur knapp 6 Wochen nach dem verheerenden Erdbeben im südiranischen Bam am Wiederaufbau der fast völlig zerstörten Stadt. Für rund 23.000 Menschen werden vorerst 15 Gesundheitshäuser wieder errichtet, um die medizinische Grundversorgung zu sichern. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Maltesern und dem "Kerman NGO's House" bildet die Grundlage dieser Wiederaufbauhilfen.

"Kerman NGO's House" ist ein Dachverband aus mehr als 40 lokalen ehrenamtlichen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in Kerman. Sid Johann Peruvemba, Leiter des Referates Nothilfe im Malteser Auslandsdienst, hat den Vertrag in Kerman vergangene Woche gemeinsam mit Ali Shamsinia, dem Präsidenten des Dachverbandes, unterzeichnet.

Peruvemba und seinem Kollegen Wolfgang Herdt bot sich in Bam noch immer ein Bild der Verwüstung: "Die Menschen leben in Zelten vor ihren völlig zerstörten Häusern. Nur die Dattelpalmen - die Existenzgrundlage für die Menschen in Bam - haben das Beben unbeschadet überstanden. Schulen, Krankenhäuser und Sozialzentren sind dem Erdboden gleich und müssen schnell wieder aufgebaut werden, damit das Leben weitergehen kann."

20 Container dienen provisorisch als Schulen für mehr als 400 Schüler. Ein eigener Projektfonds der Malteser unterstützt iranische Organisationen bei der Durchführung der Hilfsmaßnahmen speziell für Frauen, Behinderte, Kinder und Waisen. Die Malteser beraten und unterrichten iranische Hilfsorganisationen drei Monate lang in modernen Management- und Organisationsmethoden.