Kritik an der Biodiversitätskonvention

Biopiraterie

Scharfe Kritik an der Biodiversitätskonvention äußert die BUKO Kampagne gegen Biopiraterie in einem Positionspapier vom Freitag. 10 Jahre nach Inkrafttreten der CBD zeige sich immer mehr, dass diese nicht in der Lage ist, der Patentierung von Lebensformen etwas entgegen zu setzen. Anlass des Positionspapiers ist die am kommenden Montag beginnende 7 Vertragsstaatenkonferenz der CBD in Malaysia, wo die Themen Technologietransfer sowie die Rolle von Schutzgebieten beim der Erhalt von biologischer Vielfalt im Vordergrund stehen werden.

Gregor Kaiser, Mitarbeiter der Kampagne: "Die CBD ist ein technokratische Instrument, welches Eigentumsrechte an Lebensformen festschreibt und so der Biopiraterie keinen Einhalt gebietet - und das war eines ihrer intendierten Ziele."

Die Konvertion sei saft- und kraftlos und das von der CBD propagierte Instrument des Benefit-Sharing könne nicht funktionieren, wie auch die Erfahrungen der letzten 10 Jahre zeigten. Die Kampagne fordert daher von den Vertragsstaaten u.a. , in der CBD das Verbot der Patentierung von Lebensformen festzuschreiben sowie alle Bioprospektionsprojekte ein zustellen, bis eine alle Parteien berücksichtigende Lösung gefunden wurde.