"Atomwaffen Abschaffen" verstärkt Deutsche Friedensgesellschaft

Friedensbewegung

Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) begrüßt den Beitritt der Gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen (GAAA) als Stärkung zur immer noch notwendigen Arbeit gegen die Atomwaffen. Bundessprecher Felix Oekentorp lobt die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit der GAAA: "Ohne die kontinuierliche und engagierte Arbeit der Gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen wäre in der Bevölkerung noch immer unbekannt, dass über 10 Jahre nach Ende des kalten Krieges auch in Deutschland Atomwaffen gelagert sind".

Die ehrenamtlichen Inspekteure haben mit zahlreichen Aktionen an den Atomwaffenstandorten den Richterspruch des Internationalen Gerichtshofs von Den Haag mit Leben gefüllt. Dieser hatte 1996 festgestellt nicht nur der Einsatz sondern auch die Lagerung und die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen seien völkerrechtswidrig.

Im Sommer 2003 war eine Aktionsfriedensfahrradtour zwischen den atomaren Militärstützpunkten im Südwesten der Bundesrepublik gemeinsam von GAAA und DFG-VK durchgeführt worden. Im Herbst 2003 veranstaltete die GAAA mit Unterstützung des DFG-VK Bundesverbandes und einiger Ortsgruppen eine Konferenz, die sich insbesondere mit den Auswirkungen des Einsatzes von Uranwaffen auseinandersetzte.

Roland Blach und Marion Küpker (GAAA) sagen zum Beitritt in die DFG-VK: "Wir haben in den letzten Jahren gute Kontakte zur DFG-VK geknüpft und freuen uns auf eine noch engere Zusammenarbeit. Für beide Organisationen versprechen wir uns damit Synergieeffekte für die gemeinsame Arbeit mit dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt." Die DFG-VK ist mit dem Gründungsjahr 1892 die älteste und mit ca. 5.000 Mitgliedern die größte deutsche Friedensorganisation.