Personalkosten können bis zu 20 Prozent steigen

Flächentarifverträge für Zeitarbeit

Seit Januar 2004 gelten in Deutschland Flächentarifverträge für die Zeitarbeit. Was für den guten Ruf der Branche sorgen soll, hat auch eine Kehrseite: Branchenkenner rechnen mit Preiserhöhungen von bis zu 20 Prozent für Arbeitnehmer auf Zeit. Das berichtet die Zeitschrift PERSONAL in ihrer nächsten Ausgabe vom 1. März 2004. Der Flächentarifvertrag vom Bundesverband Zeitarbeit (BZA) und der DGB-Tarifgemeinschaft wurde im Zuge einer Gesetzesänderung ausgehandelt, die besagt, dass Leiharbeitnehmer ab Januar 2004 genauso bezahlt werden müssen wie ein vergleichbar festangestellter Arbeitnehmer - das ist in der Praxis schwer umzusetzen. Alternativ kann die Zeitarbeitsfirma einen gültigen Tarifvertrag für seine Mitarbeiter abschließen.

Schwarze Schafe, die mit Stundenlöhnen von weniger als vier Euro dem Ruf der Branche erheblichen Schaden zugefügt haben, werden damit vom Markt verschwinden, so die Prognose, und das Image der Leihfirmen wird sich verbessern.

Für Unternehmen, die Zeitarbeiter beschäftigen, bedeutet der Tarifvertrag höhere Personalkosten - und das bei immer noch schwacher Konjunktur. Die Folge: Die eigene Belegschaft wird bei zusätzlicher Arbeit Überstunden leisten müssen.