Naturschutzgruppen sprechen sich gegen Putins Umweltpolitik aus

Russland

Am 16. Februar 2004 fand in Moskau das Grüne Forum statt. Etwa siebzig Grassroots-artig organisierte Naturschutzgruppen in Russland sprachen sich im Vorfeld gegen Putins Umweltpolitik aus und unterschrieben ein gemeinsames Statement.

Das Grüne Forum wird von sogenannten grünen Parteien und der KEDR organisiert und von der russischen Regierung und der Industrie finanziert. Zu den Hauptkritikpunkten der unabhängigen Naturschützer zählten der unter Putin erlaubte Import von Atommüll und dessen Lagerung in Russland als staatliche Einkommens- und Schuldenabbauquelle, die Abschaffung des Umweltministeriums und des Bundesforstdienstes, die ausgebliebene Ratifizierung des Kyoto-Protokolls und die Reform des Gesetzes über den Wald.