Starker Rückgang bei Studentenjobs

Wirtschaft

Die Semesterferien haben begonnen - eigentlich die Zeit, in der die meisten Studierenden jobben gehen. In diesem Jahr heißt es aber für viele erst einmal weitersuchen oder abwarten statt arbeiten. Denn das Angebot an Ferienjobs ist nach Aussage vieler Studentenwerke im vergangenen Jahr bundesweit erneut deutlich zurückgegangen. Angesichts der alarmierenden Situation forderte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), Achim Meyer auf der Heyde, alle Arbeitgeber dazu auf, offene Stellen bei den studentischen Jobvermittlungen zu melden. Er verwies darauf, dass die Anstellung von Studierenden für Arbeitgeber sehr lukrativ sei, weil keine Lohnnebenkosten -mit Ausnahme des Rentenversicherungsbeitrages - bezahlt werden müssen. "Und für die Studierenden zählt jeder zusätzlich vermittelte Job", so Meyer auf der Heyde.

Besonders schwierig sei die Situation zur Zeit in Großstädten wie Berlin. "Wir beobachten, dass vor allem die gewerblichen und kaufmännischen Arbeitsangebote im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen sind", erklärte Meyer auf der Heyde. Zwar habe sich in einigen Städten wie z. B. in Kaiserslautern das Angebot im privaten Sektor relativ konstant gehalten. In München sind die privaten Angebote nach Aussage der studentischen Job-Börse zwar etwas mehr geworden. Allerdings müssen die Studierenden bei Arbeiten als Nachhilfelehrer oder Möbelpacker generell mit einer geringeren Bezahlung rechnen.

Laut der 16. Sozialerhebung des DSW arbeiten rund zwei Drittel der Studierenden während des Semesters oder in der vorlesungsfreien Zeit. 60 Prozent von ihnen bezeichnen die Erwerbstätigkeit als notwendig für den eigenen Lebensunterhalt. Eine weitere Verschlechterung auf dem studentischen Arbeitsmarkt würde für diese Gruppe starke finanzielle Einschnitte bedeuten.