Sicherere Gentests für Ungeborene?

Wissenschaft

Wissenschaftler haben ein Verfahren zur Maximierung der DNA eines Ungeborenen entwickelt, wobei die DNA dem Blut der Mutter entnommen werden kann. Sie hoffen, dass diese Entdeckung einen Beitrag zu effektiveren nicht invasiven Tests für genetische Anomalien leisten wird. Bestehende Tests erfordern Gewebeproben, deren Entnahme ein Risiko darstellen kann. Die Ergebnisse der von dem Biotechnologieunternehmen Ravgen durchgeführten Forschungen wurden im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

Derzeit kann laut BBC die Blutgruppe des Kindes anhand einer mütterlichen Blutprobe festgestellt werden. Die Effektivität dieses Verfahrens war eingeschränkt, da nur ein kleiner Teil der DNA im Blut der Mutter vorhanden ist. Das neue Verfahren maximiert diese DNA-Menge durch die Behandlung der Blutproben mit Formaldehyd. Formaldehyd verringert die Anzahl der Blutkörperchen, die während der Entnahme und Verarbeitung der Proben zerstört werden. Es zeigte sich, dass behandelte Blutproben von Schwangeren durchschnittlich 20,2 Prozent fötaler DNA enthielten, verglichen mit 7,7 Prozent bei nicht behandelten Proben. Bei einem weiteren Test konnte sogar ein Wert von 25 Prozent erzielt werden.