Umweltschützer beklagen erneut Verwundbarkeit von Atomanlagen

Atomkraftwerke wegen Terrorismus schließen

Internationale Umweltgruppen haben erneut die Schließung von Atomkraftwerken wegen möglicher Terrorgefahr gefordert. Greenpeace hat übersetzte Zusammenfassungen des alarmierenden deutschen Berichtes über die Gefahren von terroristischen Angriffen auf AKW an nationale Behörden für nukleare Sicherheit in 30 anderen Staaten geschickt. Sie forderten die jeweiligen Regierungen auf, ähnliche Studien zu erarbeiten.

Schwedische und dänische Umweltgruppen haben die Herausgabe von Hintergrundberichten und Dokumenten zu einer kürzlich veröffentlichten amtlichen Studie gefordet, die besagt, dass schwedische Reaktoren einem Flugzeugabsturz überstehen könnten. Große Sicherheitslücken beim Transport von waffenfähigem Plutonium in Frankreich und damit enorme Umwelt- und Gesundheitsrisiken hat Greenpeace International in einer weiteren Studie festgestellt. In dem Bericht heißt es, dass die Transporte der staatseigenen Areva/Cogema, die Paris und Lyon durchqueren, sowohl anfällig für schwere Verkehrsunfälle als auch für terroristische Attacken sind.

Die Behälter könnten weder hohen Temperaturen noch lang andauernder Hitze widerstehen. Die Tatsache, dass die Transporte regelmäßig alle 7-10 Tage auf derselben Route unterwegs seien, mache die Sache nicht besser, kritisierte Greenpeace. Eine Attacke durch Terroristen würde in diesem dicht besiedelten Gebiet verheerende Folgen haben. Frankreich verfüge nicht einmal über einen Sicherheitsplan für den nuklearen Notfall.