83 Jahre Weltfrauentag

Seit 1921

Verschieden Organisationen und Institutionen nehmen den Weltfrauentag zum Anlass, auf Frauen in der Welt hinzuweisen. Pro Asyl macht darauf aufmerksam, dass bei den Verhandlungen um das Zuwanderungsgesetz ein Kompromiss zu Lasten schutzsuchender Frauen droht und fordert daher die Parteien der Regierungskoalition auf, bei dem Thema der geschlechtsspezifischen Verfolgung keinen Schritt zurückzuweichen. Die Welthungerhilfe würdigt anlässlich des Frauentages den Einsatz von Großmüttern von Aids-Waisen in Afrika. Derzeit gibt es 11 Millionen Aids-Waisen in Afrika; bis 2010 werden 20 Millionen Kinder ihre Eltern oder einen Elternteil verloren haben. Damit sind Großmütter häufig die letzte Rettung vor Obdachlosigkeit; sie bilden das soziale Sicherungsnetz für Tausende von Kindern.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Nicolette Kressl der SPD erklärt, dass der Internationale Frauentag auf eine lange Tradition zurückblickt. Er entstand im Kampf um Gleichberechtigung und Wahlrecht für Frauen und fand erstmals auf Initiative der Sozialdemokratin Clara Zetkin im Jahre 1911 statt. Eine wichtige Errungenschaft der daraus entstehenden Frauenbewegung sei die Umsetzung der aktiven und passiven Wahlfreiheit für Frauen gewesen, die auf eine inzwischen 85-jährige Tradition zurückblicken kann.

Die STOPPT GATS - Kampagne stellt heraus, dass in der EU über achtzig Prozent der erwerbstätigen Frauen im Dienstleistungssektor, vor allem im Niedriglohnbereich, arbeiten.

Auch das Bundesheer hat sich zum Weltfrauentag zu Wort gemeldet: Derzeit sind 238 Soldatinnen im Dienststand des Bundesheeres. Verteidigungsminister Günther Platter will noch mehr Frauen für diesen Beruf gewinnen.