Castor-Transporte aus Rossendorf vermutlich Anfang Juni

Widerstand angekündigt

Die geplanten Castor-Transporte mit Atommüll aus dem stillgelegten Forschungsreaktor Rossendorf ins westfälische Zwischenlager Ahaus werden wahrscheinlich Anfang Juni starten. Der Sprecher des sächsischen Innenministeriums, Andreas Schumann, sagte, er halte diesen Termin für einen "realistischen Zeitpunkt". Bis dahin werde auch das Sicherheitskonzept des Freistaats für die Überführung der Castoren stehen.

Nach einem Vorabbericht der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" hat die mit den Atommüll-Transporten beauftragte Spezialspedition Nuclear Cargo + Service (NCS) dem Düsseldorfer Innenministerium den 1. Juni als Wunschtermin mitgeteilt. Indes geht die Betreibergesellschaft des ehemaligen Forschungsreaktors nach Presseberichten vom Donnerstag von einem deutlich späteren Termin aus.

Wie die "Sächsische Zeitung" weiter berichtet, hat Nordrhein-Westfalen zur Vorbereitung der Straßentransporte die Polizeibehörden der an der Strecke liegenden Länder für kommenden Dienstag eingeladen.

Insgesamt sollen 18 Castor-Behälter mit 951 Brennstäben von Sachsen ins Münsterland rollen. Die Landesregierung in Düsseldorf hatte angekündigt, alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Castor-Transporte noch zu verhindern. Atomkraftgegner mobilisieren bereits für Protestaktionen.