Jugendliche kehren im Eine-Erde-Sommercamp zur Natur zurück

Ökologischer Fußabdruck

Alle Menschen sollen den gleichen Anteil an Ressourcen nutzen können und die Vielfalt der Natur erhalten. Diese Möglichkeit bietet sich für über 100 Jugendliche ab 16 Jahren vom 30. Juni bis 6. August auf dem Eine-Erde-Sommercamp der BUNDjugend (Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) in Kratzeburg bei Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern).

"Unsere Vision der Zukunft ist vielfältig, relaxed, lebenslustig - und gerecht. Das Eine-Erde-Sommercamp bedeutet, dass wir in dieser Woche durch unseren Lebensstil nicht mehr Fläche der Erde verbrauchen wollen, als uns bei gerechter Verteilung zusteht," so Frauke Quurck (19) vom Projektteam. Dies soll mit der Methode des "Ökologischen Fußabdruckes" berechnet werden. Der "Ökologische Fußabdruck" gibt den Ressourcen- und Energieverbrauch jedes Menschen in einer Fläche an. Ein durchschnittlicher Deutscher hat einen Fußabdruck von 4,7 Hektar - das sind ungefähr 7 Fußballfelder. Würden alle so leben wie wir Deutschen, bräuchten wir 2-3 Erden.

Frauke Quurck erklärt weiter: "Um den Verbrauch auf die Fläche einer Erde zu reduzieren, werden wir beispielsweise Solarduschen bauen, eine "Zeltstadt" errichten, uns mit leckerem Bioessen versorgen und abends bei Livemusik unplugged am Lagerfeuer sitzen." Zusätzlich ist ein tägliches Programm mit Workshops und Exkursionen geplant, die sich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Globalisierung und Alternativen und Lebensstilen eines ökologisch verträglichen Lebens beschäftigen.

Die Jugendlichen wollen die "Fußabdruckfläche", die sie durch ihr umweltschonendes Leben auf dem Camp einsparen, sichtbar machen und als Naturschutzfläche gewinnen. Wenn das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern mitmacht, können so ca. 8 Hektar Natur für die Zukunft geschützt werden. Zum Camp anmelden kann man sich im Projektbüro: Rothenburgstraße 16; 12165 Berlin; 030-79706610 per e-mail: latsch@bundjugend.de oder im Internet.