Saturn darf nicht mit falschem "Test"-Urteil werben

Dritter Platz ist nicht Testsieger

Die Elektronik-Handelskette "Saturn" muss ihre Werbung ändern und darf künftig nicht mehr mit einem falschen "Test"-Urteil der Stiftung Warentest werben. Das hat das Landgericht Münster am Mittwoch in einem Rechtsstreit zwischen dem Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und der Handelskette entschieden. "Saturn" hatte in einem Werbeprospekt eine Digitalkamera als Testsieger bezeichnet, die allerdings in Wirklichkeit nur auf dem dritten Platz gelandet war.

Bereits seit November 2003 hat der vzbv rechtliche Schritte gegen etwa 35 Unternehmen eingeleitet, die nach seiner Auffassung zu Unrecht mit positiven Testurteilen werben.

Die meisten Unternehmen hatten zugesagt, ihre irreführende Werbung zurückzuziehen. Der Verband forderte außerdem eine wirksame Abschöpfung von zu Unrecht erzielten Gewinnen durch die geplante Reform des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Es könne nicht angehen, dass Test-Noten zu Unrecht gebraucht würden und die Unternehmen das damit verdiente Geld auch noch behalten dürfen, hieß es.