Dioxin-Belastung von Ostsee-Fisch seit langem bekannt

Bundesumweltministerium

Die Dioxinbelastung von Lachsen aus Teilen der Ostsee ist deutschen Behörden bereits seit Jahren bekannt. Besonders Fische aus der östlichen Ostsee wiesen mit großer Wahrscheinlichkeit einen hohen Gehalt an Dioxinen auf, sagte die zuständige Referentin des Bundesumweltministeriums, Christa Solbach, am Donnerstag. Hiervon hätten auch die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Bundesländer bereits seit Jahren Kenntnis.

Solbach sagte weiter, sie gehe davon aus, dass die angelandeten Fänge aus den betroffenen Seegebieten auch entsprechenden Tests unterzogen werden. Eine hundertprozentige Garantie könne sie allerdings nicht geben.

Am Mittwoch waren dänische Untersuchungen bekannt geworden, wonach der Dioxingehalt bei Ostsee-Lachsen um bis zu 60 Prozent über dem EU-weit erlaubten Grenzwert liegt. Diese Proben stammten jedoch bereits aus dem Dezember 2002, sagte Solbach. Warum die Ergebnisse erst mehr als ein Jahr später bekannt wurden, wollte Solbach nicht kommentieren.

Das schleswig-holsteinische Verbraucherschutzministerium in Kiel hatte am Mittwoch indes eine Untersuchung von Lachsfängen auf Dioxinbelastung angekündigt. Vom Ergebnis soll abhängen, ob ein Fangverbot erwogen wird. Entsprechende Dioxintests beim Hering waren hingegen negativ ausgefallen. Auch Mecklenburg-Vorpommern will zunächst verlässliche Untersuchungsergebnisse abwarten.