Weniger Stellen im Umweltbereich

Gesunken

Die Arbeitsplätze im Umweltbereich werden weniger. Wie der Bundesverbande für Umweltberatung (bfub) unter Berufung auf eine Studie vom Wissenschaftsladen Bonn vom April 2004 mitteilt, habe sich die Anzahl der Stellenangebote im Umweltbereich im Jahre 2003 gegenüber 2001 halbiert. Besonders gravierend sei der Rückgang in Länder und Kommunen, der 85 Prozent Verlust betrage. Zudem sei in diesen Bereichen auch eine Umschichtung in den Arbeitsbereichen festzustellen. Mehr, ehemals für den Umweltschutz eingerichtete Stellen, würden nun anderen Arbeitsgebieten zugeschlagen.

Nach Ansicht des Bundesverbandes für Umweltberatung könne es durch die aktuelle Entwicklung zu bedrohlichen Kompetenzverlusten und zu mangelnden Angeboten in Sachen Information und Beratung. Dennoch hätten Bürger, Kommunen, Unternehmen und Politik die gemeinsame Pflicht, ihren Beitrag zur Sicherung der Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu leisten. Deshalb müssten Umweltbelange gleichberechtigt in alle Entscheidungen einfließen.

Viele Beispiele zeigten, dass umweltverträgliches Handeln auch mit ökonomischen Vorteilen einhergehe. Im Beschaffungswesen seien beispielsweise Umweltentlastungs- und Einsparpotentiale vorhanden, die oftmals aufgrund von Unwissenheit nicht genutzt würden. Darüber hinaus müsse die Möglichkeit für Bürger erweitert werden, sich in persönlichen Beratungen über die Vorteile von praktiziertem, vorbeugenden Umweltschutz eingehend beraten zu lassen.