KlimaStaffel 2004 hat die Hauptstadt erreicht

Klimaschutz

Nach einer Woche "On Tour" durch Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Hamburg, Bremen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg hat das Staffelholz der KlimaStaffel 2004 Berlin erreicht. Am Montag Morgen brachte die Berliner Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer den Staffelstab zu den Berliner Energietagen im Ludwig-Erhard-Haus. Dort starteten rund 60 junge Leute, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren, mehrere Dutzend Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Umweltbundesamts und viele weitere Interessierte zu einer "solaren Stadtwanderung".

Auf der sonnigen Tour lagen u.a. das Regierungsviertel und der Reichstag. Gegen 14:00 Uhr erreichten die Stadtwanderer das EnergieForum, wo sie von sechs Solarbooten auf der Spree erwartetet wurden. Mit den Booten ging es weiter bis zur Solarboot-Tankstelle in Köpenick.

Am Sonntag brachen Radfahrer und -fahrerinnen in aller Frühe um 6:00 Uhr in Dessau auf, um den Staffelstab pünktlich um 9:30 Uhr in Brandenburg der Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann zu übergeben. Am Tag zuvor hatte der Dessauer Dezernent für Bauwesen und Umwelt Karl Gröger die KlimaStaffel-Erklärung während einer kleinen Feier vor dem solaren Bürgerkraftwerk und dem zukünftigen Sitz des Umweltbundesamtes unterzeichnet.

Ein Höhepunkt der Tour am Sonntag war die Ankunft der KlimaStaffel am Institut für Agrartechnik Bornim, wo sie auf dem "Markt der Möglichkeiten" vom Brandenburgischen Umweltminister Wolfgang Birthler und vom Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs begrüßt wurde. Auf dem "Pfad der Wissenschaften" erläuterten Forscher des Instituts für Agrartechnik Hintergründe und zeigten Technik und Verfahren für den Schutz von Klima und Umwelt.

Am späten Sonntag Nachmittag erreichte die Staffel per Boot die Glienicker Brücke und wurde von einer Trommler-Gruppe empfangen. Kinder übergaben Staffelstab und Botschaftsbuch mit den städtischen Deklarationen im Beisein von Brandenburgs Umweltminister Wolfgang Birthler an die Berliner Senatorin für Stadtentwicklung Ingeborg Junge-Reyer. Von der Glienicker Brücke aus startete die Staffel in Richtung Berlin, u.a. begleitet von 30 laufenden, skatenden und radelnden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Umweltbundesamtes.

Fast 5000 aktive Mitstreiter und Mitstreiterinnen haben den Staffelstab und die darin enthaltene Deklaration seit dem Startschuss am 10. Mai in Kiel von Hand zu Hand weiter gereicht. Skatergruppen, Radfahrer, Rikschas, ganze Schulklassen, Lauftreffs, Reiter, Pflanzenölfahrzeuge, Pferdekutschen und Elektromobile haben mit vereinten Kräften rund 1100 Kilometer klimafreundlich bewältigt. Längere Distanzen, so zum Beispiel von Dorf Mecklenburg nach Schwerin, wurden per Bahn bewältigt.

Wenn der Staffelstab am Dienstag per Solarboot Berlin in Richtung Königs Wusterhausen verlässt, liegen noch rund 2500 weitere Kilometer vor der KlimaStaffel, bevor sie am 1. Juni zur Internationalen Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn einläuft um ihre Botschaft an Umweltminister Jürgen Trittin zu übergeben.