Blumen aus fairem Handel schützen Mütter und Kinder vor Ausbeutung

Muttertag

Auf vielen Blumenfarmen in Ländern der Dritten Welt herrschen nach wie vor unmenschliche Arbeitsbedingungen. Betroffen sind insbesondere Frauen, die in den Lieferländern in Afrika und Lateinamerika für Hungerlöhne arbeiten und dabei oft völlig ungeschützt giftigen Pestiziden ausgesetzt sind. Daran erinnert das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes aus Anlass des bevorstehenden Muttertages und appeliert daher an die Käufer sich für Blumen aus fairem Handel zu entscheiden.

Wolf-Christian Ramm, Pressesprecher von terre des hommes erklärt: "Wir möchten, dass die Blumen am Muttertag auch den Blumenarbeiterinnen und ihren Kindern in Kolumbien, Ecuador und Simbabwe Freude machen." Denn die Blumenarbeiterinnen haben am Muttertag meistens wenig Anlass zur Freude - ihre Arbeitszeiten steigen dann auf 14 bis 16 Stunden an und sie haben keine Chance, sich um ihre Kinder zu kümmern. Vielfach müssen auch die Kinder mitarbeiten, da die Hungerlöhne der Mütter für das Überleben nicht ausreichen.

Nur Blume aus dem fairen handel bieten die Gewähr für Produktionsbedingungen, die Mensch und Umwelt chonten. Knapp 15.000 Blumenarbeiterinnen auf gut 60 Blumenfarmen in Lateinamerika und Afrika bauen Blumen an, die mit dem "Flower Label" versehen sind. Dieses Siegel garantiert die Zahlung Existenz sichernder Löhne, den Verzicht auf giftige Pestizide und mindestens zwölf Wochen Mutterschutz für Schwangere. Blumen mit dem 'Flower Label' sind in über 1.000 Blumengeschäften in Deutschland erhältlich. Das "Flower Label Programm" wurde von terre des hommes gemeinsam mit der Industriegewerkschaft Bauen - Agrar - Umwelt, dem Hilfswerk Brot für die Welt und der Menschenrechtsorganisation FIAN im Mai 1999 aufgebaut und feiert in diesen Tagen sein fünfjähriges Bestehen.