Unterstützung für Birmesischen Sportjournalisten Zaw Thet Htwe gesucht

Pressefreiheit

Amnesty International und Reporter ohne Grenzen rufen Sportreporter auf, den inhaftierten birmesischen Sportjournalisten Zaw Thet Htwe sowie sieben inhaftierte birmesische Studenten während der Fußball-EM in Portugal zu unterstützen. Zaw Thet Htwe, Herausgeber des in Birma meist gelesenen Sportmagazins First Eleven, wurde im November 2003 zum Tode verurteilt. Internationaler Druck hat dazu beigetragen, dass die birmesische Militärjunta das Urteil im Mai dieses Jahres in eine dreijährige Gefängnisstrafe umwandelte. Nun wollen Amnesty International und Reporter ohne Grenzen gemeinsam mit Sportjournalisten seine Freilassung bewirken.

Die birmesische Militärjunta wirft Zaw Thet Htwe Verschwörung gegen die Regierung vor und hatte ihn wegen Hochverrats angeklagt. Für Amnesty International und Reporter ohne Grenzen jedoch ist Zaw Thet Htwe ein politischer Gefangener, der verhaftet wurde, weil er seine Meinung geäußert hat. So hatte Zaw Thet Htwe öffentlich nach dem Verbleib einer internationalen vier Millionen-Dollar-Spende zu Gunsten des birmesischen Fußballs gefragt.

Die sieben seit Juni 2003 inhaftierten birmesischen Jura-Studenten wurden vermutlich festgenommen, weil sie ohne Erlaubnis einen Sportverein an ihrer Universität gründeten. Aung Gyi, Aung Ko Lwin, Kyaw Maung, Myo Myint Tun, Myo Than Htut, Nang Siang None und Win Htut Lwin erhielten Haftstrafen zwischen sieben und 15 Jahren; Berichten zufolge wurden sie nach ihrer Verhaftung misshandelt. Zaw Thet Htwe und die Studenten sind nur einige von 1.350 politischen Gefangenen in Birma (Myanmar); viele von ihnen wurden wegen friedlichen politischen Aktionen verhaftet.