Verbraucherzentrale kritisiert rechtliche Lücken

Neue Verordnung für Nahrungsergänzungsmittel

Seit End eMai ist eine neue Verordnung zum Thema Nahrungsergänzugsmitteln in Kraft und soll für mehr Verbraucherschutz bei der Flut der angebotenen Tabletten, Kapseln und Pulver zur Nahrungsergänzung sorgen. Die Verbraucherzentrale begrüßt die Neuregelung als wichtigen Schritt nach vorn. Allerdings klaffen nach Meinung der Verbraucherschützer noch Lücken im Gesetz. Zu bemängeln sei, dass verbindliche Höchstmengen für die erlaubten Vitamine und Mineralstoffe fehlen und es keine Regelung gebe für Stoffe wie Aminosäuren und Pflanzenextrakte, die in Kombipräparaten eingesetzt werden.

Den Verbrauchern raten die Ernährungsexperten der Verbraucherzentrale Bayern, mit Nahrungsergänzungsmitteln kritisch umzugehen. Denn oft seien teure Präparate überflüssig und eine Selbstmedikation könne auch bei scheinbar harmlosen Wirksubstanzen gefährlich sein.

Die neue Verordnung legt unter anderem fest, welche Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden dürfen. Die umfangreichen Regelungen zur Kennzeichnung schreiben vor, dass der Hersteller die von ihm empfohlene tägliche Verzehrsmenge angeben muss. Und es ist der Warnhinweis anzubringen: "Die angegebene tägliche Verzehrsmenge darf nicht überschritten werden". Der Hinweis, dass Nahrungsergänzungsmittel eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzen sollten, ist ebenfalls Pflicht.