"Wahlalternative" sieht sich nicht als Gefahr für saarländische SPD

Neuer Landesverband

Die bevorstehende Gründung des Linksbündnisses "Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit" im Saarland gefährdet nach Einschätzung der Initiatoren nicht die politische Stellung der SPD im Land. Man werde keine landespolitischen Aussagen machen, sagte der saarländische Koordinator Markus Lein. Die Wahlalternative verstehe sich als "Gegenpol zur neoliberalen Politik der Bundesregierung". Am Dienstagabend soll in der Landeshauptstadt ein Landesverband des Linksbündnisses gegründet werden.

Zwar vertrete die SPD im Saarland einige "linkere" Positionen, doch könne sie die Politik der Sozialdemokraten im Bund nicht ändern, fügte Lein hinzu. Die Wahlalternative fordert insbesondere eine andere Wirtschaftspolitik. Statt die Lohnkosten weiter zu senken, müssten sie mit der steigenden Produktivität Schritt halten, betonte der Koordinator. Schon jetzt lahme die Konjunktur wegen der schwachen Binnennachfrage.

Für das Linksbündnis gebe es im Saarland schon mehr als 150 Interessenten, sagte Lein weiter. In den kommenden Monaten sollen Regional- und Ortsgruppen gebildet werden. Die Wahlalternative will nach eigenen Aussagen bei der nächsten Bundestagswahl als Partei antreten.