40 Jahre Freiwilligendienste in Deutschland

Besonderes gesellschaftliches Engagement

Der Freiwilligendienst ist eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements. Anfang und Ende, Dauer und Umfang sowie Inhalt, Aufgaben, Ziel und Art der freiwilligen Tätigkeit sind genau festgelegt, ebenso der finanzielle und organisatorische Rahmen. Zu den Freiwilligendiensten zählen das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Deutschland ist das einzige europäische Land, das bereits seit 40 Jahren Erfahrungen mit einem gesetzlich geregelten Freiwilligendienst machen konnte.

In ihrem Freiwilligenjahr verrichten junge Menschen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren in gemeinwohlorientierten Einrichtungen praktische Arbeit. Die Freiwilligen haben damit die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren oder Fähigkeiten und Kompetenzen zu erproben. Die Mindestdauer beträgt sechs Monate, die Höchstdauer zwölf Monate. Auslandseinsätze können auf bis zu 24 Monate verlängert werden.

Jeder Absolvent nimmt jährlich an 25 Tagen an einem Seminar teil. Die Kosten für die pädagogische Begleitung trägt anteilig der Bund mit einer Monatspauschale in Höhe von 72 Euro im Inland und 153 Euro für einen Freiwilligendienst im Ausland. Zudem gibt es ein Taschengeld von rund 140 Euro monatlich. Die Träger stellen Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung. Die Freiwilligen sind während der Zeit ihres Dienstes sozialversichert. Diese Kosten übernimmt der Träger.

Einsatzfelder sind Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Einrichtungen für behinderte Menschen ebenso wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, ambulante Dienste, Kirchengemeinden oder kulturelle Einrichtungen wie Bibliotheken und Museen. Auch der Sport- und Umweltbereich stellen Einsatzfelder dar.

Seit 1964 haben insgesamt mehr als 300 000 junge Menschen einen Freiwilligendienst absolviert.