Bahn will Bus-Tochter verkaufen

Kritisiert

Die Eisenbahngewerkschaft Transnet hat den geplanten Verkauf der Deutschen Touring GmbH (DTG) kritisiert. Die Deutsche Bahn will sich noch in diesem Jahr von der Bus-Tochter trennen. Betroffen seien insgesamt rund 260 Beschäftigte an zehn Standorten. "Es ist für uns völlig unverständlich, dass ein hochprofitables Unternehmen verkauft werden soll", erklärte das zuständige Vorstandsmitglied der Gewerkschaft, Karl-Heinz Zimmermann. Außerdem ergänze die DTG mit ihrem Bus-Angebot die Reisekette der Bahn. Durch den nun vorgesehenen Verkauf werde "letztlich nur kurzfristig Geld in die Kassen gespült."

Die DTG ist mit ihren Bussen hauptsächlich im internationalen Linienverkehr tätig. Betroffen sind rund 260 Beschäftigte an den Standorten Frankfurt am Main, Mannheim, Köln, Duisburg, Dortmund, Stuttgart, München, Hamburg, Berlin und Leipzig. Sollte es dennoch zu einem Verkauf kommen, müssten in jedem Fall die "sozialen Belange" der gut 260 Mitarbeiter berücksichtigt werden. "Es darf hier nicht zu tariflichen und sozialen Verschlechterungen kommen", forderte Zimmermann.