Pestizide in zwei Drittel aller Obstproben entdeckt

Ernährung

Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen hat in zwei Drittel aller untersuchten Obstproben Pestizide gefunden. Beim Gemüse waren immerhin rund die Hälfte der Proben ohne Rückstände, wie die Behörde am Dienstag in Erlangen mitteilte. Die enthaltenen Rückstandsmengen seien jedoch meist gering gewesen. "Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen insgesamt nicht verunsichert sein", meint dazu der Präsident des Landesamtes, Volker Hingst. Bei den im Jahr 2003 durchgeführten Analysen waren 776 Gemüse- und 536 Obstproben auf Pestizide untersucht worden.

Hingst empfahl, einheimische Erzeugnisse zu kaufen, da sie "bei einem Vergleich in- und ausländischer Produkte deutlich besser abschneiden". Bei der Vorstellung des Jahresberichts 2003 hieß es weiter, dass die amtliche Lebensmittelüberwachung sichere Lebensmittel garantiere. Insgesamt seien 79 000 Proben untersucht worden, darunter 74 627 Lebensmittel. Der Rest entfiel auf Kosmetikartikel, Bedarfsgegenstände und Tabakwaren. Dabei wurden 10 712 Proben (13,6 Prozent) beanstandet; die Mehrzahl davon auf Grund von Kennzeichnungsmängeln. Als gesundheitsschädlich oder gesundheitsgefährdend wurden 368 Proben (0,56 Prozent) eingestuft.