"Fahrenheit 9/11" startet in deutschen Kinos

Bush-kritischer Doku-Film

Michael Moores Bush-kritische Dokumentation "Fahrenheit 9/11" feiert am Mittwoch ihre Deutschlandpremiere in Berlin. Zu der Aufführung werden rund 1000 Zuschauer erwartet. 750 Tickets gingen in den freien Verkauf, zudem erwarten die Veranstalter 250 geladene Gäste vor allem aus der Film- und Showbranche. Der US-Filmemacher Moore selbst wird nicht nach Berlin kommen. "Fahrenheit 9/11" bildet den Auftakt der Filmnächte im Ehrenhof des Charlottenburger Schlosses.

Der Streifen gewann im Mai als erster Dokumentarfilm die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes. In den USA stürmte die Dokumentation als erste ihres Genres auf den Spitzenplatz der Kinohitliste.

Erklärtes Ziel des Films ist die Demontage des amerikanischen Präsidenten George W. Bush. Polit-Provokateur Moore - der mit seinem Dokumentarfilm "Bowling for Columbine" 2003 den Oscar gewonnen hatte - konzentriert sich in seiner Analyse auf den Zeitraum von der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2000 über die Anschläge vom 11. September 2001 bis zum Krieg im Irak und dessen Folgen. Dabei attackiert er vor allem die Außenpolitik der US-Regierung und wirft Bush schwere Fehler vor.