Schmidt erwägt Einführung eines "Elterngeldes"

Mehr Geld für Gutverdiener

Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) will mehr Väter als bisher in die Elternzeit bewegen. Dazu erwägt sie, das bisherige Erziehungsgeld in ein vom Einkommen abhängiges "Elterngeld" umzuwandeln, wie sie der "Süddeutschen Zeitung" sagte. "Denkbar wäre etwa ein Betrag von zwei Dritteln des ehemaligen Nettoeinkommens. Es hätte dann eine Lohnersatzfunktion", sagte die Ministerin. In den skandinavischen Ländern, in denen vergleichbare Regelungen gelten, würden viel mehr Väter als in Deutschland von der ihnen gesetzlich zustehenden Elternzeit Gebrauch machen, fügte sie hinzu.

Schmidt sagte, einen abrupten Systemwechsel könne es aber nicht geben. "Das wäre nicht finanzierbar", betonte sie. Möglicherweise werde die Reform noch in dieser Legislaturperiode angepackt. Dies hänge von den Ergebnissen einer Prüfung ab, die im kommenden Jahr vorliegen sollen.