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Ausgaben für Arzneimittel sinken weiter

1,4 Milliarden Euro weniger

Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind weiter rückläufig. Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) lagen sie in den ersten sechs Monaten des Jahres um insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert. Am geringsten sei der Ausgabenrückgang jeweils zum Ende eines Quartals gewesen, also im März und im Juni. Der Grund dafür sei der "Praxisgebühreneffekt". Dieser führe dazu, dass vor allem chronisch kranke Patienten zum Ende des Quartals noch einmal zum Arzt gingen, um im Folgequartal die Zehn-Euro-Abgabe einzusparen.

Während die Ausgaben für Medikamente im Januar um 29,88 Prozent und im Februar um 18,08 Prozent sanken, betrug der Rückgang im März nur 1,6 Prozent. Im April hingegen lagen die Arzneiausgaben dann wieder 12,31 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat; im Mai 16,04 Prozent. Im Juni schwächte sich der Rückgang wiederum ab und lag bei 1,7 Milliarden Euro und damit 1,65 Prozent unter dem Wert von Juni 2003. Die bereits jetzt eingesparten 1,4 Milliarden Euro sind laut Apothekerverband in etwa der Betrag, den Kassen und Kassenärzte für das gesamte Jahr prognostiziert hatten.

An den Einsparungen sind nach Angaben des Verbandes die Patienten durch die veränderten Zuzahlungen sowie die Ausgrenzung vieler rezeptfreier Arzneimittel aus dem Leistungskatalog mit rund einem Drittel beteiligt. Die beiden anderen Drittel ergäben sich durch die Änderungen der Gesundheitsreform für Hersteller, Großhandel und Apotheken.

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