Statt Arbeitsplätzen künftig nur noch Ein-bis-zwei-Euro-Jobs

Raus aus der Statistik

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) geht nach Informationen der "Financial Times Deutschland" davon aus, dass die zukünftigen Jobs für Arbeitslose mit Stundenlöhnen von ein bis zwei Euro bezahlt werden. "Man kann für einen sozialversicherungspflichtigen glosen-Job fünf bis sechs Stellen dieser Art schaffen", sagte Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der BA, der Zeitung. Solcherart Beschäftigte würden nicht mehr als Arbeitslose gezählt. Sie hätten auch nicht - wie bisher - nach zwölf Monaten Arbeit wieder Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Die Bundesregierung plant dem Blatt zufolge im nächsten Jahr die massive Ausweitung der öffentlich geförderten Beschäftigung für Arbeitslose. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sei bisher bei den Trägern beliebt gewesen, weil damit die Teilnehmer nach der Maßnahme wieder Arbeitslosengeld bekamen - und die Kommune entlastet war. Diesen Drehtüreffekt wolle man versperren.

Damit durch die Jobs keine reguläre Beschäftigung verdrängt werde, sollten die angestrebten Arbeitsgemeinschaften von kommunalen Trägern und Arbeitsagenturen Beiräte einsetzen, in denen auch die Wirtschaft vertreten sein würde, um die Integrationsprogramme zu diskutieren. Teilnehmer an den Programmen würden dem Bericht zufolge nicht mehr in der Statistik mitgezählt und reduzierten so die Zahl der Arbeitslosen.