Kinder haben mehr Geld zur Verfügung

Sechs Milliarden Euro

Trotz Wirtschaftsflaute haben viele Kinder in Deutschland mehr Geld in der Tasche. Im vergangenen Jahr hatte die Altersgruppe der 6- bis 13-Jährigen insgesamt über sechs Milliarden Euro zur Verfügung. So lautet das Ergebnis der aktuellen Studie KidsVerbraucherAnalyse 2004. Damit hätte die Altersgruppe über durchschnittlich 17 Prozent mehr Kaufkraft als im Jahr 2002 verfügt. Statistisch habe jedes Kind damit durchschnittlich rund 20 Euro Taschengeld im Monat. 2002 waren es noch 18 Euro.

Außerdem haben die rund 6,09 Millionen 6- bis 13-Jährigen weitere 3,73 Milliarden Euro, die auf Sparbüchern lagern, 2002 waren es noch rund drei Milliarden. Für welche besonderen Anschaffungen diese ausgegeben werden sollen, steht laut Umfrage auch schon fest. Vor allem das eigene Handy liege sowohl bei den sparenden Mädchen (14 Prozent) als auch den Jungen (15 Prozent) vorn. Über 1,6 Millionen Handys seien bereits in den Händen der 6- bis 13-Jährigen, 2002 waren es noch eine Million. Ein Ende des Booms zeichne sich derzeit nicht ab, denn der Wunsch nach einem eigenen Handy (51 Prozent) steige bei den 6- bis 13-Jährigen weiter.

Aber auch andere technische Neuerungen würden von den Kids gerne angenommen. Zwar habe weiterhin erst rund jedes siebte Kind einen eigenen PC, aber dank der Zunahme von "Familien-Computern" könnten insgesamt über die Hälfte der Kinder zu Hause einen PC nutzen. Dabei fungiere er hauptsächlich als Spielgerät (88 Prozent), aber die Kinder verfassen durchaus auch Texte darauf (44 Prozent) und nutzen das Angebot an Lern- und Informationssoftware.

In der repräsentativen Studie wurden 1586 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren befragt.