Bayrischer Innenminister will bundesweit Übergang zum genetischen Fingerabdruck

Innere Sicherheit

Der bisherige Fingerabdruck sollte nach Auffassung von Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) bundesweit durch einen DNA-Test abgelöst werden. Dieser Test sei "der Fingerabdruck des 21. Jahrhunderts", sagte Beckstein am Mittwoch dem Nachrichtensender N24.Durch den genetischen Fingerabdruck seien schon viele Straftaten aufgeklärt worden. Deshalb rechne er damit, dass die in Kiel tagende Innenministerkonferenz die Nutzung dieser Methode generell bestätigen werde. Bislang wird der genetische Fingerabdruck nur bei Verdacht auf schwere Straftaten genommen.

Beckstein widersprach Befürchtungen, dass mit dem DNA-Test weit reichende Informationen über die untersuchten Personen gesammelt werden könnten. Dieser Test gebe "nicht mehr her, als die Identifizierung der Person", Rückschlüsse auf etwaige Krankheiten könnten hingegen nicht gezogen werden. Im Übrigen handle es sich um eine "weniger belästigende Maßnahme als der normale Fingerabdruck".