EDEKA steigt aus dem Geschäft mit Raubbau-Möbeln aus

Robin Wood Initiative zeigt Erfolg

Auf Druck der Umweltschutz- organisation Robin Wood hat EDEKA Tropenholzmöbel aus Vietnam und Indonesien aus dem Sortiment genommen. Robin Wood hatte Kontakt mit EDEKA aufgenommen, nachdem Aktivisten in diesem Frühjahr in Filialen des Unternehmens Merantiholz-Gartenmöbel aus Vietnam gefunden hatten. Jedem Möbelstück lag ein so genanntes "ITTO-Zertifikat" bei. Das Kürzel steht für International Tropical Timber Organisation. Diese Organisation wurde zur Förderung des Tropenholzhandels gegründet und zertifiziert gar keine Produkte.

Die Initiative von Robin Wood hatte Konsequenzen. Die EDEKA Zentrale versicherte Robin Wood schriftlich, dass Gartenmöbel aus Indonesien und Vietnam aus dem Verkauf genommen und die Lagerbestände nicht mehr ausgeliefert werden. Des Weiteren wird die Zentrale dafür Sorge tragen, dass zukünftig bei EDEKA keine Tropenholzartikel ohne FSC-Siegel mehr angeboten werden. Bei dem FSC-Siegel handelt es sich um den von Umweltverbänden anerkannten Nachweis einer ökologisch und sozial akzeptablen Waldwirtschaft.

"EDEKA hat sich verantwortungsbewusst verhalten und Gartenmöbel aus Raubbau aus seinem Sortiment ausgeschlossen", freut sich Peter Gerhardt, Tropenwaldreferent von Robin Wood. Jetzt solle EDEKA ähnlich konsequent auch auf Papierprodukte, die aus einer zerstörerischen Forstwirtschaft stammen, verzichten.

Diese Forderung hat einen aktuellen Hintergrund: Robin Wood hat kürzlich "no name" Kopierpapier, das in den zu EDEKA gehörenden E-Centern verkauft wirduntersuchen lassen. Die Faseranalyse ergab, dass das untersuchte Papier "mixed tropical hardwood" enthält, also Zellstoff aus tropischen Naturwäldern. Daraufhin informierte Robin Wood EDEKA im Mai dieses Jahres darüber, wie dramatisch es sich auswirkt, wenn die letzten Regenwälder dieser Erde zu Zellstoff zerkocht werden und forderte das Unternehmen auf, sein gesamtes Papiersortiment zu überprüfen.