Seehundbestand hat sich deutlich erholt

Nach dem Seehundsterben

Nach dem Seuchenzug vor zwei Jahren hat sich der Seehundbestand in der Nordsee wieder deutlich erholt: In diesem Jahr wurden bei den Zählflügen vor der niedersächsischen Küste mehr als 4.000 Seehunde gezählt, darunter knapp 1000 Jungtiere. "Das sind wieder rund 600 Seehunde mehr als noch im vergangenen Jahr", betonte Herma Heyken, Sprecherin der Bezirksregierung Weser-Ems. Die neuen Zahlen zeigen, dass sich der Bestand der Seehunde an Niedersachsens Küste wieder erholt hat und bei gutem Gesundheitszustand wieder expandiert. Dies wird auch belegt durch die Ergebnisse der veterinärmedizinischen Untersuchungen jener Heuler, die in der Seehundaufzucht- und Forschungsstation in Norddeich aufgepäppelt wurden.

Im Jahr 2002 - kurz vor dem Seuchenzug - tummelten sich noch rund 6500 Seehunde im niedersächsischen Wattenmeer. Im Zuge des Seehundsterbens vor zwei Jahren wurden an der Küste insgesamt 3851 Seehunde tot gefunden ? sie waren das Opfer der Seehundstaupe.

Die Seehundzählflüge finden im Rahmen des internationalen Seehundschutzabkommens zeitgleich mit Niedersachsen in Schleswig-Holstein, Dänemark und den Niederlanden statt. In Niedersachsen wird bereits seit 1972 mit jeweils drei Flugzeugen in vier Zählbezirken gezählt.

Die Zählflüge sind so nur möglich, weil sich mehrere niedersächsische Jäger bereit erklärt haben, das Zählen ehrenamtlich zu übernehmen.