Grüne Energie für New York

Turbinen im East River versorgen Big Apple mit Strom

Ab kommenden September werden sechs Turbinen neun Meter unter der Flussoberfläche des East Rivers in New York eingegraben und werden etwa den Energiebedarf von 200 Haushalten auf umweltfreundliche Weise produzieren, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Wenn das 4,5 Mio. Dollar Projekt in vollem Umfang realisiert wird, ist es die erste Gezeitenkraftwerksfarm der Welt. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um zuerst einige Straßenlichter, einen Supermarkt und eine Parkgarage mit Strom zu versorgen. Wenn jedoch alles nach Plan verläuft, sollen schon bald 200 bis 300 solche Turbinen im Fluss installiert werden. Interesse an einer alternativen Stromversorgung kommt angeblich vom UN-Headquarter in New York.

In der Vergangenheit wurden Gezeitenkraftwerke zugunsten von Wind-, Solar- und Geothermie-Energie vernachlässigt. Gezeitenkraftwerke wie La Rance an der französischen Atlantikküste, das eine Kapazität von 240 Megawatt hat, sind zu teuer und haben negative Auswirkungen auf die Ökologie der Gewässer, da große Mengen an Wasser verschoben werden. Das New Yorker Projekt nähert sich eher an ein Pilotkraftwerk vor der britischen Küste in Devonshire und dem Gezeitenkraftwerk im norwegischen Hammerfest an: Freistehende Räder mit langsamer Umdrehung stellen den Strom her. Dadurch sollen auch die Meeresbewohner nicht gestört werden.